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Dümmer geht es (fast) nümmer!

Unterschätzte Abhängigkeit - Auch Europas Nuklearindustrie kann nicht ohne Russland

 

Ohne Russland hätten europäische Betreiber von Atomkraftwerken ein Problem. Ein Fünftel des hier eingesetzten Kernbrennstoffs stammt aus Russland – ein weiteres Fünftel aus dem eng mit Russland verbündeten Kasachstan. „Aus unserer Sicht sind wir bei den Kernkraftwerken und bei der Nukleartechnologie eigentlich noch stärker abhängig von Russland als bei Gas oder bei Öl“, urteilt Anke Herold, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Öko-Instituts im Deutschlandfunk.

 

Am größten ist die Abhängigkeit in den EU-Staaten, in denen Druckwasserreaktoren russischer Bauart laufen. Die brauchen aus technischen Gründen die speziell geformten Brennelemente von TVEL. Herold: „Die stehen zum Beispiel in Bulgarien, in der Tschechischen Republik, in Finnland, in Ungarn und auch in der Slowakei. Und es gibt bestimmte Reaktortypen, diese älteren Druckwasserreaktoren, die können überhaupt nur von Rosatom beliefert werden.“

 

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